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DVGW-Zertifizierung Fachunternehmen
NEU: Jetzt auch als akkreditiertes Zertifizierungsverfahren (siehe Beitrag unter „Aktuelles“)!
Qualifizierung von Dienstleistern
Ein DVGW-zertifiziertes Fachunternehmen, z. B. im Rohrleitungsbau, dokumentiert gegenüber potentiellen Auftraggebern Kompetenz und fachliche Eignung. Der Auftraggeber, z. B. ein Versorgungsunternehmen, kann sich auf das DVGW-Zertifikat verlassen, ohne die Qualifikation des Fachunternehmens bei der Lieferantenbewertung im Einzelnen prüfen zu müssen.
Kriterien für eine erfolgreiche Zertifizierung
Kriterien für eine erfolgreiche Zertifizierung als DVGW-Fachunternehmen sind vor allem:
- qualifiziertes Personal
- eine geeignete technische Ausrüstung
- die fachgerechte Dokumentation der Arbeitsgrundlagen
Diese und andere wichtige Anforderungen sind in den Technischen Regeln des DVGW festgeschrieben - jeweils zugeschnitten auf den konkreten Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Auf der Basis seines Regelwerks hat der DVGW seit über 50 Jahren Erfahrung in der Präqualifikation von Fachunternehmen in der Gas- und Wasserbranche. Der DVGW empfiehlt seinen Mitgliedsunternehmen, im Rahmen ihrer Ausschreibungen die in den betreffenden DVGW-Arbeitsblättern definierten Qualifikationsanforderungen zu verlangen.
Europaweite Ausschreibung von Aufträgen
Die nachgewiesene Qualifikation ist für die Auftragsvergabe auch innerhalb des europäischen Wettbewerbs von entscheidender Bedeutung. Unternehmen der öffentlichen Gas- und Wasserversorgung sind nach der EG-Sektorenrichtlinie vom 17. September 1990 verpflichtet, oberhalb eines gewissen Auftragsvolumens europaweit auszuschreiben.
Artikel 24 der Sektorenrichtlinie erlaubt den Auftraggebern, ein System zur Prüfung von Lieferanten und Unternehmen einzurichten und zu betreiben. Als verlässliche Präqualifikationsverfahren haben sich in Deutschland beispielsweise die Fachzertifizierungen nach den DVGW-Arbeitsblättern GW 301, G 468, G 493 und W 120 erwiesen. In Europa gibt es derzeit keine vergleichbaren Verfahren. Daher ist ein Hinweis auf die DVGW-Zertifizierung, z. B. für Rohrleitungsbauunternehmen nach GW 301, bei der europaweiten Ausschreibung zulässig und sinnvoll.
Betriebliches Managementsystem im Rohrleitungsbau (BMS)
Zur Qualifizierung der Unternehmensorganisation wurden im Jahre 2005 die Kriterien für die Zertifizierung von Rohrleitungsbauunternehmen nach DVGW-Arbeitsblatt GW 301 erweitert. Handelte es sich bislang ausschließlich um eine Überprüfung hinsichtlich der Kenntnisse des Fachpersonals, der gerätetechnischen Ausstattung und der Beurteilung der Arbeiten auf der Baustelle, so werden künftig auch die betriebliche Organisation, die Arbeitsabläufe und die Dokumentation der Betriebsabläufe bewertet. Hierzu wurde das Betriebliche Managementsystem im Rohrleitungsbau BMS eingeführt.
Vorteil durch Verbundzertifizierung
DVGW-Fachunternehmen durchlaufen bei der Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9000 ff. durch die DVGW CERT GmbH ein vereinfachtes Verfahren. Alle QM-relevanten Teile der Fachüberprüfung werden für das Qualitätsmanagement-Verfahren anerkannt. Unternehmen ohne DVGW-Fachzertifikat können auf Wunsch eine entsprechend vereinfachte und kostengünstige Verbundzertifizierung erhalten, die aus einer Fachzertifizierung nach DVGW-Arbeitsblatt und der QM-Zertifizierung besteht.


