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Das Betriebliche Managementsystem im Rohrleitungsbau (BMS)

Zur Qualifizierung der Unternehmensorganisation wurden im Jahre 2005 die Kriterien für die Zertifizierung von Rohrleitungsbauunternehmen nach DVGW-Arbeitsblatt GW 301 erweitert. Handelte es sich bislang ausschließlich um eine Überprüfung hinsichtlich der Kenntnisse des Fachpersonals, der gerätetechnischen Ausstattung und der Beurteilung der Arbeiten auf der Baustelle, so werden künftig auch die betriebliche Organisation, die Arbeitsabläufe und die Dokumentation der Betriebsabläufe bewertet. Hierzu wurde das Betriebliche Managementsystem im Rohrleitungsbau BMS eingeführt.

Das BMS ist ein Darlegungsmodell zum Nachweis einer geeigneten Aufbau- und Ablauforganisation, der Umsetzung der einschlägigen Bestimmungen und Vorschriften im Betrieb sowie einer ausreichenden Qualitätssicherung im Unternehmen. Es dient der Stärkung der Rechtssicherheit und kann zur Minderung des Risikos eines Organisationsverschuldens beitragen.

Mit dem BMS legen die nach GW 301 zertifizierten Rohrleitungsbauunternehmen dar, dass sie über eine geeignete Organisation verfügen, um die rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen. Den Rohrleitungsbaufirmen wird von der DVGW CERT GmbH ein Leitfaden zur Selbsteinschätzung zur Verfügung gestellt, damit sie anhand ausgewählter Punkte eine Eigenbewertung vornehmen können. Danach wird durch die DVGW CERT GmbH die externe Begutachtung des Betrieblichen Managementsystems durchgeführt. Die DVGW CERT GmbH bescheinigt die erfolgreiche Auditierung mit einem entsprechenden Zusatz im Zertifikat. Auch geben die Zertifizierungsverzeichnisse (http://www.dvgw-cert.com/index.php?id=78) im Internet darüber Auskunft, ob die entsprechenden Dienstleister diese erweiterten Anforderungen erfüllen.

Zu Beginn des Jahres 2006 wurde die Überprüfung des Betrieblichen Managementsystems BMS in die Zertifizierung der Rohrleitungsbauunternehmen nach DVGW-Arbeitsblatt GW 301 integriert. Zahlreiche Firmen haben sich inzwischen erfolgreich dem BMS-Audit gestellt. Allen Rohrleitungsbaufirmen wurde hierzu ein "Leitfaden zur Selbsteinschätzung" zugesandt. Dieser kann auch im Internet als pdf-Formular (http://www.dvgw-cert.com/fileadmin/pdf/leitfaden_rlb_02.pdf ) oder als WORD-Formular (http://www.dvgw-cert.com/fileadmin/doc/leitfaden_rlb_02.doc ) heruntergeladen werden. Anhand der in diesem Leitfaden aufgeführten Fragen kann eine Bewertung vorgenommen werden, ob die Organisation der Unternehmen den Anforderungen des BMS entspricht. Bei der später folgenden Betriebsüberprüfung durch die Experten der DVGW CERT GmbH wird nachvollzogen, ob die Kriterien erfüllt werden. Für die Rücksendung des Leitfadens zur Selbsteinschätzung ist eine terminliche Staffelung nach Zertifizierungsumfang zu beachten, wobei die höchste Gruppe ausschlaggebend ist. Es gelten folgende Stichtage für die einzelnen Gruppen:

  • für die Gruppen W1 und G1: 15. Januar 2006
  • für die Gruppen W2 und G2: 15. Januar 2007
  • für die Gruppen W3 und G3: 15. Januar 2008


Unternehmen, die die Überprüfung bestanden haben, erhalten einen besonderen Vermerk in ihrem Zertifikat, mit dem die Anforderungen des Betrieblichen Managementsystems BMS ausdrücklich bestätigt werden. Damit können diese Unternehmen ihren Auftraggebern gegenüber nachweisen, dass eine geeignete und zeitgemäße Aufbau- und Ablauforganisation sowie ein Qualitätsmanagement erfolgreich im Betrieb eingeführt wurden.

 Weiterführende Literatur